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München

München: Antisemitismusvorwürfe beim Bayerischen Nationalmuseum


Entsetzen bei Bayerns Kunstminister
Bayerisches Nationalmuseum zieht Programmheft zurück – der Grund

Von t-online, SK

24.03.2025Lesedauer: 2 Min.
MUNICH, GERMANY, AUGUST 20, 2015: View of the bavarian national museum in munich...IMAGEVergrößern des Bildes
Das Bayerische Nationalmuseum (Archivbild): Das Programmheft, das ab April gilt, liegt hier inzwischen nicht mehr aus. (Quelle: Dudlajzov via imago-images.de)
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Bei der Auswahl des Titelbildes für sein neues Programmheft hat das Bayerische Nationalmuseum ein unglückliches Händchen bewiesen. Der Kunstminister ist schockiert.

Ein Münchner Museum hat mit dem Titelbild seines Programmheftes für Aufsehen gesorgt. Sogar Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) äußerte sich dazu und sagte, dass es "untragbar" sei, wie die "tz" am Montag berichtet.

Konkret geht es um den Jünger Judas Iskariot, den das Bayerische Nationalmuseum prominent auf seinem neuen Programmheft platziert hatte. Die Bildauswahl habe das Museum eigenverantwortlich getroffen, zitiert das Medium den Minister weiter. "Die Verbreitung der Broschüre wurde unmittelbar nach Bekanntwerden des Covers gestoppt." Blume stellte klar: "Wir erwarten von allen staatlichen Einrichtungen klare Haltung und besondere Sensibilität."

Museum legt Broschüre nicht mehr aus

Das Problem: Judas, der laut der Bibel Jesus verraten hat, gilt in antisemitischen Kreisen als Personifizierung des jüdischen Volkes. Für das Programmheft soll nach Recherchen des "Deutschlandfunks" ein kleiner Ausschnitt aus dem ehemaligen Hochaltar der Abteikirche in Tegernsee gewählt worden sein, von dem sich Teile im Bayerischen Nationalmuseum befinden. Dieser Ausschnitt zeige ausgerechnet jenen Teil, in dem Judas einen Beutel mit Silberlingen umklammert – den Lohn für seinen Verrat an Jesus. Das Vierteljahresprogramm gilt ab April.

Wie der "Deutschlandfunk" weiter berichtet, werden im selben Monat im Bayerischen Nationalmuseum die Nachfahren jüdischer Sammlerinnen und Sammler erwartet, die restituierte Kulturgüter aus dem ehemaligen Besitz des NS-Kriegsverbrechers Hermann Göring zurückerhalten. Darunter sollen sich auch Stücke aus Silber befinden. Laut dem Nationalmuseum liegt die Broschüre nicht mehr im Museum aus. Auch das PDF wurde von der Website entfernt.

Das Bayerische Nationalmuseum in München beherbergt auf einer Fläche von rund 13.000 Quadratkilometern Ausstellungsfläche kunst- und kunsthistorische Sammlungen.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche

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