ICE nach München Mann mit Schreckschusswaffe löst Großeinsatz aus

Mit einer Schreckschusswaffe und einem Messer war ein Mann im ICE nach München unterwegs. Nach der Einfahrt am Bahnhof wurde er von der Polizei überrumpelt und festgenommen.
Ein Mann mit einem Messer und einer Schreckschusspistole in einem ICE nach München hat einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Ein Fahrgast habe dem Zugführer am Freitagnachmittag einen Mann gemeldet, der eine Waffe bei sich habe, verwirrt und alkoholisiert wirke, teilte die Bundespolizei mit. Daraufhin verständigte der Zugführer die Einsatzkräfte. Diese leiteten den Zug in den Außenbereich des Bahnhofs um und evakuierten dort eine Kantine sowie einen Bahnsteig.
Als der Zug eingefahren war, nahm die Bundespolizei, ausgerüstet mit schwerer Schutzausrüstung und Helmen, den 38-Jährigen fest. Die Waffe stellte sich laut Sprecherin als Schreckschusspistole heraus. Außerdem trug der Mann ein Klappmesser bei sich. Gegen ihn wird nun wegen Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt. Der Mann räumte ein, getrunken zu haben. Warum er die Waffen bei sich trug, werde noch ermittelt, sagte die Sprecherin.
In dem Zug aus Ingolstadt saßen rund 120 Menschen. Da der Mann sich unterwegs nicht aggressiv verhalten habe, habe man sich nach dem Notruf entschlossen, den Zug weiterfahren zu lassen und den Mann im Bahnhof zu stellen, sagte die Sprecherin. Im Bahnhof waren etwa 60 Menschen von der Räumung betroffen.
- Nachrichtenagentur dpa