Werner Brombach geht mit 83 Jahren Neue Chefs bei Erdinger

Bei Erdinger bahnt sich ein großer Wechsel an. Chef Werner Brombach zieht sich zurück. Sein Nachfolger kommt von einer ganz und gar nicht bayerischen Brauerei.
Stefan Kreisz leitet ab sofort die Erdinger Brauerei. Das berichten sowohl das Portal "Getränke News" als auch der "Münchner Merkur" unter Berufung auf das Unternehmen. Kreisz übernimmt damit die Nachfolge des 83-jährigen Werner Brombach, der sich nach fast 50 Jahren als Vorsitzender der Geschäftsführung zurückzieht. Brombach bleibe allerdings Inhaber und alleiniger Gesellschafter.
Brombachs Vater Franz hatte die Brauerei 1935 gekauft und wie sein Sohn massiv vergrößert. Der Sohn lernte in Weihenstephan, wie man braut, übernahm nach dem Tod des Vaters 1975 die Geschäfte. Der Freistaat Bayern zeichnete ihn darüber hinaus 2021 mit der Verfassungsmedaille in Silber aus. Damit werden Menschen geehrt, die sich für Zusammenhalt, Fortschritt und Gemeinwohl einsetzen und so die Werte der Bayerischen Verfassung mit Leben füllen.
Wer neuer Chef der Erdinger Brauerei in Bayern wird
Brombachs Nachfolger Kreisz gilt indes als dessen langjähriger Vertrauter. Er ist promovierter Braumeister und seit 2015 im Unternehmen. Dort begann er als Leiter der Qualitätssicherung, Forschung und Entwicklung, übernahm 2020 die Geschäftsführung Technik, Logistik, Personal und Einkauf. Erfahrungen sammelte er zuvor bei einer Brauerei, die in Bayern häufig belächelt oder verachtet wird: dem Großkonzern Carlsberg in Dänemark.
Unterstützt wird Kreisz indes von Stefan Huckemann und Josef Westermeier in der Geschäftsführung. Brombachs Bilanz kann sich indes sehen lassen: Den Jahresausstoß vervielfachte er von 40.000 Hektoliter bei seinem Einstieg auf heute Erdinger 1,5 Millionen Hektoliter.
- Merkur.de: "Überraschung bei Erdinger Weißbräu: Werner Brombach tritt kürzer"
- Getränke-News: "Erdinger mit neuem CEO"
- Merkur.de: "Werner Brombach feiert 70. Geburtstag"
- Bayerischer Landtag: Pressemitteilung vom 6. Mai 2021