Nach Goldschatz-Diebstahl Kunstministerium stellt zwei Millionen Euro für Museumssicherheit bereit

Das bayrische Kunstministerium will die Sicherheit in Museen erhöhen. Zwei Millionen Euro werden dafür bereitgestellt. Verteilt sind die Mittel aber noch nicht.
Das bayerische Kunstministerium hat nach dem Diebstahl des spektakulären Goldschatzes aus dem Kelten Römer Museum in Manching zunächst zwei Millionen Euro für die Sicherheit in Museen im Freistaat bereitgestellt.
"Die Mittel sind aktuell noch nicht ausgeschöpft", sagte eine Ministeriumssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Staatliche und nicht-staatliche Museen haben jedoch die Möglichkeit, weitere Anträge auf finanzielle Unterstützung zu stellen.
Der Kunstminister Markus Blume (CSU) betonte nach der Festnahme von vier Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Gold-Diebstahl, dass die Hemmschwelle, sich an Kunstwerken zu vergreifen, gesunken sei. "Wir wollen das richtige Maß an Maßnahmen gewährleisten, um unser kulturelles Erbe zu schützen – ohne dass unsere Museen zu hermetisch abgeriegelten Räumen werden."
Stärkere Schutzmaßnahmen für Exponate
Um wertvolle Exponate besser schützen zu können, sollen Museen im Freistaat unter anderem prüfen, ob diese nur teilweise ausgestellt oder durch Kopien ersetzt werden können. Außerdem sollen mehr Verglasungen oder Haubenvitrinen zum Einsatz kommen.
Für den Schutz von Kulturgütern stehen demnach im Haushalt 2023 bis zu einer Million Euro für Investitionen bereit. Ein Sonderprogramm mit einer Million Euro soll darüber hinaus nicht-staatliche Museen bei der Verbesserung ihrer Sicherheitsmaßnahmen unterstützen - weitere Gelder sollen im kommenden Jahr folgen.
- Nachrichtenagentur dpa