Ab München Fastpacking-Wandern – die besten Routen ohne viel Gepäck

Weniger schleppen, mehr erleben: Diese Touren in Bayern sind perfekt für den Fastpacking-Einstieg von München bis nach Berchtesgaden oder im Chiemgau.
Lange Strecken in kurzer Zeit und so wenig Gepäck wie möglich: So könnte man eine neuere Art der Fortbewegung grob umschreiben, die im Wandersport immer mehr Anhänger findet. Fachleute sprechen beim Fastpacking schon von einem Trend. Eine gewisse Kondition dürfte dabei sicher von Vorteil sein, genauso aber eine sorgfältige Planung, wenn man nicht allzu viel mit sich herumschleppen will.
Schließlich gilt es diese Fragen zu beantworten: Was nimmt man mit, worauf kann man verzichten? Die Reduzierung aufs Wesentliche braucht sicher ein bisschen Übung. Erfahrene Läufer streben ein Gewicht von weniger als fünf Kilo an. Aber es muss ja nicht gleich die alpine Bergtour sein – kleinere Tagestouren eignen sich bestens, um diese Disziplin auszuprobieren, die die Aspekte des klassischen Wanderns mit den Prinzipien des Trailrunnings (Laufen abseits asphaltierter Straßen) verbindet.
Tourentipps für leichte Wanderungen ohne großes Gepäck
Familientour Taubenberg: Mit der Bahn in die Berge: eine familienfreundliche Wanderung auf den Taubenberg bei Warngau.
Muckklausen-Rundweg im Chiemgau: Start an der Winklmoosalm, vorbei an der Sonnenalm durch das Unkental zur historischen Muckklause. Rückweg über die Mösererstube. Zünftige Einkehr in Sonnenalm und Zenz-Alm zu empfehlen.
Panorama auf der Hohen Asten im Chiemsee-Alpenland: Wanderung von Flintsbach aus auf die Hohe Asten mit herrlichen Ausblicken.
Moos-Rundweg im Blauen Land: eine naturnahe Rundwanderung bei Murnau mit Einblicken in eine intakte Natur.
Der Toteiskesselweg in der Inn-Salzach-Region: ein lehrreicher Rundweg mit Erklärungen zu wertvollen Biotopen aus der Eiszeit.
Stadtwanderung durch München für urbane Streifzüge: Auf zwölf Kilometern über die Ost-West-Passage vom Prinzregentenplatz bis Schloss Nymphenburg oder die Nord-Süd-Passage von der BMW Welt nach Hinterbrühl.
Durch Buchenwälder mit vorchristlichen Hügelgräbern
Ökumenischer Wanderweg bei Erding: eine Wanderung mit Kultur und Natur von Dorfen nach Oberdorfen mit zehn Stationen zur Geschichte.
Rundwanderweg Kaiserburg und Latour-Denkmal bei Neuburg-Schrobenhausen: sechs Kilometer lange Strecke durch Buchenwälder mit vorchristlichen Hügelgräbern.
Lechpark-Tour bei Landsberg am Lech: Wanderung durch den Lechpark nach Pitzling mit Rast in der "Teufelsküche".
Die Kolbensattelhütte-Rundwanderung in den Ammergauer Alpen: eine Rundtour mit uriger Hütteneinkehr inmitten der Ammergauer Alpen.
Echinger Zwei-Seen-Tour bei Freising: Eene zehn Kilometer lange Rundwanderung zwischen Echinger See und Hollerner See mit Heidevegetation.
Amperrundtour bei Freising: 9,4-Kilometer-Wanderung entlang der Amper mit urwaldähnlicher Vegetation und Vogelbeobachtungsmöglichkeiten.
Wanderung auf den Jägerkamp am Schliersee: Der Jägerkamp zählt zu einem der Klassiker am Spitzingsee. Von Aurach aus gibt es allerdings größtenteils unbekannte Wege auf den Berg – am Gipfel hat man einen traumhaften Ausblick auf den Spitzingsee und die umliegenden Berge wie beispielsweise die Rotwand.
Auf den Spuren der Künstlerkolonie Dachau
Künstlerweg Dachau: 18 Stationen auf den Spuren der Künstlerkolonie Dachau. Einkehr empfohlen im Bürgerbiergarten am Schloss.
Mundart-Weg in Aschau: An zehn Stationen lernt man das wichtigste Vokabular der oberbayerischen Küche kennen. Wer mag, verlängert die Wanderung auf den Haindorfer Berg. Tipp: Das frisch restaurierte Heilige Grab in der Aschauer Pfarrkirche erstrahlt nach Restaurierung im farbigen Glanz seiner 150 Schusterkugeln.
Schloss- und Kirchenroute östlich vom Starnberger See: Die Tour mit gut 14 Kilometern Länge startet in Münsing am Sportplatz. Für die abwechslungsreiche Runde durch Wald und Wiesen muss man mit etwa 2,5 Stunden Gehzeit rechnen. Langweilig wird es dabei garantiert nicht, die Strecke führt durch schönste bayerische Hügellandschaft mit großartigen Ausblicken auf den Starnberger See und die Alpenkette, die man von den vielen Ruhebänken aus genießen kann. Besonderes Highlight der Tour sind die Wegkreuze, Kirchen und Kapellen am Wegesrand. Krönen lässt sich das nur noch mit einer Einkehr im Schlosscafé von Schlossgut Oberambach.
Besuch bei der Steinernen Agnes bei Berchtesgaden: Die Wanderung zum Naturdenkmal Steinerne Agnes, einem 15 Meter hohen Obelisk aus Ramsaudolomit im Lattengebirge, ist ein echter Geheimtipp. Hier kann man die Schönheit der Natur meist allein genießen.
Von Eschenlohe ins Zugspitzgebiet: Auf sehr gut ausgebauten Straßen und Wegen geht es von Eschenlohe vorbei an den Sieben Quellen, zwischen Moor und Wald über Oberau. Die leichte Wanderung führt nach Farchant, von dort geht es auf schmalen Waldpfaden bis Garmisch-Partenkirchen – der Blick auf die Zugspitze ist dabei ein ständiger Begleiter.
Für Ambitionierte – Mehrtageswanderung in den Chiemgauer Alpen: Viertägiger Wandergenuss durch die herrliche Chiemgauer Bergwelt zwischen Hochries, Geigelstein und Kampenwand. Vorbei an sonnigen Almwiesen und aussichtsreichen Gipfeln. Übernachtungen auf dem Spitzsteinhaus, der Priener Hütte und der Hochrieshütte. Diese Tour ist insgesamt rund 40 Kilometer lang und führt über knapp 3.000 Höhenmeter.
- Eigene Recherche