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München

Kaufland-Skandal: Auch Münchner Filialen betroffen


Schimmel und Schädlinge
Hygienemängel bei Kaufland – auch Filialen in München betroffen

Von t-online, cgo

Aktualisiert am 04.04.2025 - 15:50 UhrLesedauer: 2 Min.
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Eine Kauflandfiliale von Außen (Symbolbild): Die Supermarktkette muss sich nun gegen schwere Vorwürfe wehren. (Quelle: IMAGO/Michael Gstettenbauer/imago)
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Große Aufregung gibt es um mehrere Kaufland-Filialen in München. Undercover-Reporter wollen dort erhebliche Missstände aufgedeckt haben.

Schimmel im Kühlregal, abgelaufene Produkte und Mäusekot – nach einer gemeinsamen Undercover-Recherche von Stern und "Team Wallraff" (RTL) werden der Supermarktkette Kaufland schwerwiegende Hygienemängel vorgeworfen. In 48 von 50 überprüften Filialen wollen die Reporterinnen und Reporter demnach Hinweise auf Missstände gefunden haben, die nach Einschätzung von Experten gesundheitsgefährdend sein können.

Auch in München sind laut den Recherchen mehrere Standorte betroffen: Die Filialen in Moosach, Milbertshofen, Schwabing und Neuperlach tauchen in einer interaktiven Deutschlandkarte des Stern auf. Lediglich die Filiale in Berg am Laim blieb demnach ohne Beanstandung. Konkrete Details zu den einzelnen Münchner Läden wurden bislang jedoch nicht veröffentlicht.

Kaufland in Bayern: Schimmel im Kühlregal

Ein besonders gravierender Fall soll die Kaufland-Filiale in Bad Tölz sein. Dort wurde laut dem Bericht nicht nur Schimmel in Kühlschränken dokumentiert – er hatte sich teilweise sogar über Preisschilder ausgebreitet. Darüber hinaus soll das Mindesthaltbarkeitsdatum an Lebensmitteln manipuliert worden sein. Eine verdeckt arbeitende Reporterin wurde von einer Mitarbeiterin dazu angewiesen, alte Garnelen mit frischer Ware zu vermischen. Der Hinweis: "Du weißt von nichts und tust es obendrauf."

Nach Angaben des Unternehmens hat Kaufland in Bad Tölz mittlerweile die Marktleitung ausgetauscht. Die Vorfälle seien intern bereits vor der Veröffentlichung überprüft worden. Ein Sprecher teilt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit: "Bereits vor der Berichterstattung haben wir die Vorfälle umfassend überprüft und Maßnahmen zur Behebung der Mängel eingeleitet."

Ein Großteil sei inzwischen behoben, die Aufarbeitung laufe weiter: "Die Darstellungen in dem Bericht entsprechen in keiner Weise unseren strengen Vorgaben im Umgang mit Lebensmitteln sowie für Sauberkeit und Hygiene".

Auch in München: Mehrere Filialen mit Problemen

Auch wenn für die Münchner Filialen bisher keine Details öffentlich sind, legt der Umfang der Recherche nahe, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt. Bei 80 Prozent der untersuchten Filialen fanden die Reporter laut Bericht Probleme mit Schimmel – in Kühlregalen, an Dichtungen und sogar auf Frischeprodukten. Auch defekte oder vereiste Kühltruhen seien keine Seltenheit gewesen. Kaufland teilte dazu mit, dass es sich bei vielen der betroffenen Geräte um Altgeräte handeln würde, die nach und nach ersetzt würden.

Am Freitag wollte sich das Unternehmen Kaufland auf Nachfrage von t-online nicht näher zu den Vorwürfen äußern.

Die Reporter des Stern und der RTL-Sendung "Team Wallraff" hatten für die Recherche 50 Filialen untersucht. Zwei Reporterinnen arbeiteten demnach auch verdeckt in zwei Märkten. Kaufland hat seinen Hauptsitz in Neckarsulm im Norden Baden-Württembergs. Die Supermarktkette hat nach eigenen Angaben mehr als 770 Filialen und über 90.000 Beschäftigte in Deutschland.

Verwendete Quellen
  • Telefonische Anfrage und per E-Mail an das Unternehmen Kaufland
  • stern.de: Schimmel, Mäusekot, Fäkalkeime: Ist auch Ihre Kaufland-Filiale betroffen?
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

Quellen anzeigenSymbolbild nach unten

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