Großeinsatz in Berg am Laim Waffe entpuppt sich als harmloses Tierabwehrspray

Weil er von einer bewaffneten Person bedroht wird, ruft ein 20-jähriger Münchener die Polizei. Die finden die vermeintliche Waffe – und leiten Ermittlungen ein.
Am Samstag (7. September 2024) ist es im Münchener Stadtteil Laim am Berg zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Ein 20-jähriger Münchener hatte gegen 15.30 Uhr der Polizei gemeldet, dass er in einer Wohnung eine männliche Person mit einer Schusswaffe beobachtet habe. Diese Person habe ihn zuvor verbal bedroht und dabei die Waffe vorgezeigt.
Mehrere Polizeistreifen machten sich daraufhin auf den Weg zu der Örtlichkeit. In einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte der Tatverdächtige, ein 41-Jähriger mit Wohnsitz in München, in dem Wohngebiet angetroffen und festgenommen werden. Bei einer anschließenden Durchsuchung konnte jedoch keine Schusswaffe aufgefunden werden.
Weitere Suchmaßnahmen in der Örtlichkeit führten die Polizeibeamten allerdings zu einem Tierabwehrgerät, welches in der Folge sichergestellt wurde. Das Spray sieht Polizeiangeben nach auf den ersten Blick aus wie eine Pistole, was auch den Eindruck des 20-Jährigen erkläre. Das Tierabwehrspray konnte dem 41-Jährigen zugeordnet werden.
Tatverdächtiger in Psychiatrie gebracht
Der Tatverdächtige wurde schließlich zu einer Polizeidienststelle verbracht. Er wurde unter anderem wegen der Bedrohung angezeigt. Im weiteren Verlauf wurde er aufgrund der Fremdgefährdung in eine psychiatrische Einrichtung verbracht.
Die weiteren Ermittlungen übernimmt das Kommissariat 26 der Münchner Kriminalpolizei.
- Pressebericht der Polizei München vom 8. September 2024 (per E-Mail)